Höll IT und Technik


Carolin Höll
Aktualisiert: 23. Juni 2026

Worauf es beim Kauf von Kopierpapier ankommt

Nicht jedes Kopierpapier ist gleich: Grammatur, Weißgrad und Zertifizierung entscheiden darüber, ob Ihr Drucker problemlos läuft oder häufiger stört. Dieser Ratgeber zeigt, worauf Unternehmen beim Kauf achten sollten.

Worauf es beim Kauf von Kopierpapier ankommt

Das Wichtigste In Kürze

Kopierpapier gehört zu den am häufigsten nachbestellten Büroartikeln – und trotzdem wird beim Kauf selten genau hingeschaut. Dabei entscheiden Grammatur, Weißgrad und Kompatibilität mit dem Drucker darüber, ob der Büroalltag reibungslos läuft oder häufiger pausiert.

Dieser Ratgeber zeigt die wichtigsten Kriterien, die Sie vor dem nächsten Kauf kennen sollten – egal ob Sie 5 oder 50 Ries bestellen.

Grammatur: Das Gewicht entscheidet

Die Grammatur gibt an, wie viel ein Quadratmeter Papier wiegt – angegeben in g/m². Sie ist das wichtigste Kriterium beim Kauf.

Grammatur Einsatzgebiet Eigenschaften
75 g/m² Archiv, interne Entwürfe Leicht, kostengünstig, leicht transparent
80 g/m² Standard-Bürobetrieb Universell, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
90 g/m² Präsentationen, Kundendokumente Weniger Durchscheinen, hochwertiger Eindruck
100 g/m² und mehr Berichte, Broschüren Stabil, brillanter Druck, nicht jeder Drucker geeignet

Für den täglichen Bürobetrieb ist 80 g/m² die richtige Wahl. Wer Kundendokumente oder Präsentationen druckt, greift besser zu 90 g/m².

Weißgrad und Helligkeit

Der Weißgrad beeinflusst, wie klar und kontrastreich Drucke wirken. Er wird in CIE-Werten angegeben – je höher, desto weißer das Papier.

  • CIE 146–155: Standard-Weißgrad – für Textdokumente vollkommen ausreichend
  • CIE 160–170: Hochweiß – ideal für Farbdrucke und Grafiken
  • CIE unter 145: Recyclingpapier – leicht cremefarbener Ton, kaum auffällig

Recycling oder Frischfaser?

Recyclingpapier – passt wenn…

  • Interne Dokumente, Entwürfe, Archiv
  • Nachhaltigkeit ist Unternehmensthema
  • Budget ist eng
  • Ausschließlich Schwarzweißdruck

Frischfaser – eher wenn…

  • Kundendokumente und Präsentationen
  • Viele Farbdrucke und Grafiken
  • Hochglanz-Anmutung gewünscht
  • Hochvolumen-Kopierer im Einsatz

Moderne Recyclingpapiere wie Steinbeis No. 1 oder Igepa Happy Office haben in Tests mit Frischfaser-Papier gleichgezogen – der Unterschied ist im Alltag kaum spürbar.

Zertifizierungen im Überblick

  • FSC® (Forest Stewardship Council): Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern
  • PEFC: Ähnlich wie FSC, in Europa weit verbreitet
  • Blauer Engel: Ausschließlich für Recyclingpapier – mindestens 100 % Altpapier
  • EU Ecolabel: Europäisches Umweltzeichen, auch für Frischfaser erhältlich

Kompatibilität mit Drucker und Kopierer

„Wir sehen regelmäßig, dass Papierstaus und Qualitätsprobleme nicht am Drucker, sondern am falschen Papier liegen. Ein Anruf bei uns reicht – wir schauen, welches Papier zu welchem Gerät passt.“

— Carolin Höll, Geschäftsführerin Höll Office GmbH
  • Laserkopierer: Hitzestabil – Standard 80 g/m² ist meist optimal
  • Tintenstrahldrucker: Hoher Weißgrad und geringe Saugfähigkeit – sonst verwischen Drucke
  • Hochvolumen-Kopierer (ab 50.000 Seiten/Monat): Spezielle Multifunktionspapiere, die staubearm sind

Tipp: Prüfen Sie die Empfehlungen in der Bedienungsanleitung Ihres Druckers. Viele Hersteller geben Papiergewicht und -typ explizit an.

Formate und Mengen richtig wählen

  • DIN A4 (210 × 297 mm): Standardformat, deckt 90 % aller Bürodrucke ab
  • DIN A3 (297 × 420 mm): Für Pläne, Tabellen und Präsentationen – nicht jeder Drucker kann A3

Ein Ries = 500 Blatt, ein Karton = meist 5 Ries (2.500 Blatt). Ab einem Karton sinkt der Preis pro Blatt deutlich. Für kleinere Büros mit unter 1.000 Drucken pro Monat reicht ein Ries als Bestand. Größere Teams sollten mindestens einen Karton auf Vorrat halten.

Was kostet gutes Kopierpapier?

  • Recycling 80 g/m², 500 Blatt: 3,50–5,00 €
  • Standard Frischfaser 80 g/m², 500 Blatt: 5,00–7,50 €
  • Hochwertig 90 g/m², 500 Blatt: 8,00–12,00 €
  • Spezial ab 100 g/m², 500 Blatt: ab 12,00 €

Wer größere Mengen abnimmt, kann mit Firmenkonditionen deutlich günstiger einkaufen. Als Bürofachhändler bieten wir Staffelpreise ab einem Karton an.

Häufige Fehler beim Kauf

Checkliste: Diese Fehler vermeiden

Fazit

Gutes Kopierpapier zu kaufen bedeutet nicht, das teuerste zu nehmen – sondern das passende. Grammatur, Weißgrad, Drucker-Kompatibilität und Zertifizierungen sind die vier Stellschrauben, die über Qualität und Kosten entscheiden.

Wenn Sie in der Region Karlsruhe, Baden-Baden oder Rastatt Bürobedarf beziehen oder beraten werden möchten: Sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen, das richtige Papier für Ihre Druckerflotte zu finden – und können direkt liefern.

Häufige Fragen

Welches Papiergewicht ist für den normalen Bürobetrieb am besten?

Für den täglichen Bürobetrieb ist 80 g/m² der Standard. Dieses Gewicht läuft in nahezu allen Druckern und Kopierern problemlos, bietet ausreichend Opazität und ist kostengünstig.

Ist Recyclingpapier schlechter als Frischfaserpapier?

Nicht mehr. Moderne Recyclingpapiere (z. B. mit Blauem Engel) sind für den Büroalltag qualitativ gleichwertig. Für Farbdrucke und Kundendokumente greifen viele Unternehmen dennoch zu Frischfaserpapier mit höherem Weißgrad.

Was bedeutet FSC-Zertifizierung beim Papier?

FSC steht für Forest Stewardship Council. Das Zertifikat belegt, dass das Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt – eines der bekanntesten Umweltsiegel für Papierprodukte.

Wie viel Papier sollte ein Büro auf Vorrat haben?

Mindestens zwei Wochen Verbrauch als Puffer. Wer 500 Blatt pro Woche druckt, sollte mindestens einen Karton (2.500 Blatt) vorrätig halten, um Lieferengpässe zu vermeiden.

Kann ich jedes Papier in meinem Laser-Kopierer verwenden?

Nicht unbedingt. Laser-Kopierer brauchen hitzestabiles Papier. Standard-Kopierpapier 80 g/m² ist dafür ausgelegt. Sehr schweres Papier (über 160 g/m²) nur verwenden, wenn Ihr Gerät das ausdrücklich unterstützt.