Unser Bürostuhl beeinflusst unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und letztlich auch unsere Produktivität.


Gesundes Sitzen und Arbeiten

Vergleich der verschiedenen Sitzkonzepte
Wir unterscheiden bisher zwischen zwei verschiedenen Sitzkonzepten zur Förderung von gesundem Sitzem am Arbeitsplatz. Dem passiven Sitzen auf einem Stuhl mit einer unbeweglichen Sitzfläche und dem aktiven Sitzen auf einem Stuhl mit einer 3-dimensional beweglichen Sitzfläche. Dieses aktive (bewegte) Sitzen wird zum Sitzsystem der Zukunft werden und trägt laut Studien auch maßgeblich zum gesunden Sitzen bei.

Denn eins belegen alle Forschungen – wir bewegen uns zu wenig.
Es gibt noch einige alternative Sitzkonzepte, die aber für einen längeren Büroeinsatz meist nicht geeignet sind.

Grundsätzliches zum Thema „Gesundes Sitzen“

Ihre Muskeln wie auch Ihre Bandscheiben leben von der Bewegung. Nur durch regelmäßige Bewegung können Sie dafür sorgen, dass der für Ihre Bandscheiben lebenserhaltende Saug-Pump-Mechanismus funktioniert. Beim bewegungsarmen Sitzen sind deshalb mittel- und langfristig Bandscheibenschädigungen vorprogrammiert die bis zur Degeneration führen können. Falsches und statisches Sitzen kann, durch die dadurch entstehende Kompression an den Rückenmarksnerven und am Zentralnervensystem, zu den verschiedenartigsten Krankheiten und Körperbeschwerden führen. Viele Beschwerden haben Ihren Ursprung im falschen und bewegungsarmen Sitzen.

Die biomechanische Analyse des Körpers zeigt, dass es vor allem die Bewegungen der Hüfte sind, die das gesamte Muskel- und Skelettsystem aktivieren.
Bei uns in Deutschland sitzen wir noch viel zu oft auf einem Stuhl mit einer unbeweglichen Sitzfläche. Also passiv. Ist dann noch die Rückenlehne in der vordersten Position festgestellt, wird ein völlig aufrechtes und bewegungsarmes Sitzen gefördert. Hier ist der Bandscheibendruck am höchsten und Sie sitzen am ungesündesten. Eine einfache Gegenmaßnahme: Stellen Sie die Rückenlehne frei und auf Ihr Körpergewicht ein, lehnen Sie sich öfter ganz nach hinten, z.B. beim Nachdenken, Telefonieren oder Entspannen, denn in dieser Position werden Ihre Bandscheiben zusätzlich entlastet. Wechseln Sie immer wieder Ihre Arbeitshaltung. Das ist das Beste was Sie für Ihre Bandscheiben tun können.

Denn Bewegung ist Lebensqualität
Für diese Bewegung sind Sie mitverantwortlich. Fällt es Ihnen schwer immer wieder Ihre Position zu verändern? - Auf einem Bürostuhl mit einer 3-dimensional beweglichen Sitzfläche geschieht dies ganz automatisch und es wird ein „aktives“ Sitzen gefördert. Das 3-dimensionale Sitzen verbessert nicht nur die Nährstoffversorgung der Bandscheiben sondern strafft auch das Bindegewebe, regt den Stoffwechsel an und kräftigt ganz nebenbei noch Ihre Rückenmuskulatur. Damit ist auch die oft gestellte Frage nach der besten Sitzposition beantwortet:

Die nächstfolgende Haltung ist immer die Beste!
Dies ist seit langem in der Ergonomie unstrittig. Gleichzeitig wird aber noch immer die Idee der richtigen Sitzhaltung verfolgt. Durch zahlreiche Einstellmöglichkeiten werden individuell perfekte Körperanpassungen und maximale Entlastung vermarktet - ein Widerspruch in sich. Denn ein Stützkorsett schwächt die Muskulatur und verhindert Bewegungsanreize und jeder Aufwand, der für einen Haltungswechsel erforderlich ist, verhindert ihn.
Die auf den nachfolgenden Seiten beschriebenen Stühle helfen Ihnen, die Erkenntnis dass wir uns mehr bewegen müssen erfolgreich umzusetzen.



Passives Sitzen

Wenn wir schon „passiv“ sitzen, auf einem Stuhl mit einer unbeweglichen Sitzfläche, müssen wir selbst für möglichst viel Bewegung sorgen.

Die geteilte „duo back“ Rückenlehne von Rohde & Grahl unterstützt uns dabei auf ideale Weise. Diese Rückenlehne, deren beide Elemente sich unabhängig voneinander bewegen, hat besonders positive Auswirkungen auf Muskulatur, Stoffwechsel, Blutkreislauf und das Nervensystem. Die Wirkung gleicht einer Rückenmassage – man fühlt sich deutlich wohler und sitzt automatisch gesünder.
Die Bandscheiben werden durch die „duo back“- Rückenlehne um bis zu 50 % mehr entlastet als dies bei einer geschlossenen Rückenlehne der Fall ist. Naheliegend dass auch Rückenschulen, Orthopäden und Krankenkassen das duo back®-Konzept nachdrücklich empfehlen.

Bei Sedus ermöglicht die dorsokinetische Aufhängung der Rückenlehne an nur einem Punkt durch ein flexibles Kugelgelenk dem Benutzer ein Höchstmaß an Bewegungsfreiheit bei allen Dreh- und Seitwärtsbewegunge des Körpers; Oberkörper und Rücken werden dabei stets optimal unterstützt. In Verbindung mit einem Netzrücken, der sich ideal Ihrem Rücken anpasst, lässt sich dieser Effekt noch steigern.


Aktives Sitzen

Warum müssen wir aktiv Sitzen? Es scheint paradox: Seit über 150 Jahren widmet sich die Ergonomie dem Thema, die Arbeitswelt an den Menschen anzupassen, um dessen Leistungsfähigkeit und Gesundheit zu erhalten.
Im Bestreben, Überforderungen und einseitige Belastungen zu vermeiden und die Produktivität zu optimieren, sind gerade im Büro die körperlichen Belastungen auf ein Minimum reduziert. Alles wird in Griffnähe angeordnet, de Körper wird von vielfach einstellbaren Bürostühlen gestützt und der Arbeitsplatz ist bequem auf einen Bildschirm verdichtet. Statt Akten wälzen, Ordner schleppen und Botengängen ist nur noch die Bewegung der Finger zur Bedienung von Tastatur und Maus gefordert um die Büroarbeit zu bewältigen. Der Gang zur Poststelle wird per Mausklick erledigt, die Ablage per Speichersymbol, das Vervielfältigen über Verteilerlisten, die sozialen Kontakte per E-Mail oder im Chatroom.

Und das Ergebnis?
Das Missverhältnis zwischen Leistungsanforderung und körperlicher Fitness wird immer grösser, Zahl und Dauer von krankheitsbedingten Ausfällen steigen. Doch in der Stimulation der Muskulatur, unseres größten Stoffwechselorgans, liegt der Schlüssel für unsere physische und psychische Gesundheit. Der Stoffwechsel benötigt als Impulsgeber Bewegungen, für die unsere Muskeln zuständig sind. Nur sehr wenige Muskeln agieren isoliert. Unsere komplexen Bewegungsmöglichkeiten entstehen aus der Interaktion der Muskeln in großen Muskelschlingen und umgekehrt. Hier gilt das Effizienzprinzip. Alles was nicht regelmäßig genutzt und bewegt wird, wird nicht mehr ausreichend versorgt. Deshalb drehen wir uns selbst im Schlaf 40- bis 60-mal pro Nacht um.
Einseitige Druckbelastung und fehlender Stoffwechselimpuls führen auf Dauer erst zur Übersäuerung, dann zur Entzündung und schließlich zum vorzeitigen Absterben der Zellen. Ohne Muskeln würde unsere Wirbelsäule schon bei einer Belastung von 5 Kilogramm zerbrechen. Das Problem liegt aber nicht in der schwachen Wirbelsäule, sondern in den heutigen Lebens und Arbeitsformen, die natürliche Regel- und Versorgungssysteme des Organismus vernachlässigen, und dadurch eine Rückbildung der tiefen Rückenmuskulatur sowie der kleinen Muskeln die direkt an den Wirbeln ansetzen, bewirken. Dadurch fehlt es der Wirbelsäule an Festigkeit und Flexibilität.

Teufelskreis Unterforderung
Heute muss davon ausgegangen werden dass über 80% der Fälle von Rückenschmerzen direkt auf den Bewegungsmangel zurückzuführen sind. Dem versuchen Programme des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) mit Bewegungsangeboten in den Pausen und nach Feierabend entgegenzusteuern. Weil aber der biologische Antrieb zur Bewegung fehlt, sind Teilnehmerzahlen und entsprechende Erfolge meist nach kurzer Zeit frustrierend überschaubar. Ist es nicht viel naheliegender, die Bewegung wieder in den Alltag zu integrieren, als zu versuchen, de Mangel außerhalb der Arbeitszeit zu kompensieren? Also sollten wir mit der Bewegungsförderung dort zu beginnen, wo besonders lang dauernde, bewegungsarme, Arbeitsphasen dominieren: bei der Computerarbeit am Schreibtisch. Nicht nur um die körperliche Fitness zu erhalten, sondern auch um die mentale Leistungsfähigkeit zu fördern.

Einen optimalen Lösungsansatz liefert das „aktive Sitzen“ auf einem Stuhl mit einer 3-dimensional beweglichen Sitzfläche, die ganz automatisch für mehr Bewegung sorgt.
Die biomechanische Analyse des Körpers zeigt, dass es vor allem die Bewegungen der Hüfte sind, die das gesamte Muskel- und Skelettsystem aktivieren. Die Hüfte gilt als Kraft- und Vitalitätszentrum des Körpers. Es war also längst überfällig, diese Beweglichkeit auch in das Sitzen zu integrieren.
Das 3-dimensionale Sitzen mit seinen mehrdimensionalen Bewegungsabläufen regt den Stoffwechsel an, strafft das Bindegewebe, verbessert die Nähstoffversorgung der Bandscheiben, stärkt den Bewegungsapparat auf allen Ebenen und gibt den kleinen Haltemuskeln unmerklich ihre Aufgabe zurück. Dieses Sitzprinzip trainiert also unsere Rückenmuskulatur. Nach einem halben bis dreiviertel Jahr „aktiven“ Sitzens haben Sie nachweislich eine kräftigere Rückenmuskulatur. Das „aktive“ Sitzen wirkt für Ihren Rücken wie ein kleines Fitness-Studio.

Zwei Stühle die diese Sitzdynamik außergewöhnlich gut umsetzen sind der „freework-duo back“ von Rhode & Grahl, der die 3-dimensional bewegliche Sitzfläche mit der geteilten Rückenlehne kombiniert, und der Wilkhahn IN mit seiner patentierten Trimension-Mechanik. Beide Stühle bieten Ihnen ein wohl einmaliges Sitzerlebnis. Erleben Sie diese außergewöhnliche Sitzdynamik und beurteilen Sie selbst - besser können Sie nicht sitzen.
Die freework®-Technologie des Grahl „freework duo back“ ist in alle Richtungen flexibel. Anders als herkömmliche Sitzkonzepte unterstützen die xenium-freework® Bürodrehstühle nicht nur die Beweglichkeit nach vorn oder beim Zurücklehnen. Der Aktionsradius entspricht 360° – so wie er ganz natürlich sein sollte. In Verbindung mit der geteilten Rückenlehne ist dieser Effekt und die Entlastungswirkung deutlich spürbar.

Die Trimension® des Wilkhahn „IN“ fördert ebenso vielfältige 3-dimensionale Bewegungen die alle im Rahmen der natürlichen Beweglichkeit liegen und an keiner Stelle Druckspitzen aufbauen. Die Muskulatur wird in großen Muskelschlingen aktiviert, vom Fußgelenk bis zur Halswirbelsäule. So wird nicht nur das Wohlbefinden gesteigert, sondern wissenschaftlich nachgewiesen auch die Konzentrationsfähigkeit. Die Mechanik reagiert gleichzeitig auf kleinste Gewichts und Haltungsänderungen des Nutzers und animiert so zur Bewegung und setzt damit Impulse für Muskulatur, Gelenke und Stoffwechsel.


Alternative Sitzkonzepte

Nach Angaben der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) liefern alternative Sitzkonzepte wie Hochsitzer, Knie- oder Pendelhocker etc. allein noch keinen ausschlaggebenden Beitrag zur Prävention von Muskel- und Skelettbeschwerden. Auch Sitzbälle sind für den längeren Büroeinsatz nicht geeignet. Die federnden Eigenschaften trainieren zwar die Rückenmuskulatur und sorgen für eine gute Versorgung der Bandscheiben, allerdings erschlaffen die Rückenmuskeln schon nach 20 – 30 Minuten und der Rücken wird wieder krumm. Spätestens dann sollte man sich wieder auf einen Bürostuhl setzen.


Die Vorteile des bewegten und gesunden Sitzens

Alle Studien belegen: Langes Sitzen und mangelnde Bewegung gehen einher mit einem höheren Krankheitsrisiko. Jede zusätzliche Bewegung vermindert dieses Risiko.


Die bewegliche Sitzfläche unterstützt die optimale Sitzposition.
Die Sitzfläche folgt durch Ihre 3-dimensionale Flexibilität immer der Körperbewegung und stützt dabei den Rücken optimal ab. Wenn ein Stuhl dem Benutzer eine Sitzposition aufdrängt, die den physiologischen Bewegungsabläufen nicht gerecht wird, (z.B. festgestellte Rückenlehne in Verbindung mit einer unbeweglichen Sitzfläche) werden zahlreiche Muskelpartien nicht mehr aktiviert und bilden sich zurück. (atrophieren) Dies führt zu einem Teufelskreis aus fehlerhafter Körperhaltung und Schmerzen.


Die bewegliche Sitzfläche stärkt die Muskulatur
Die biomechanische Analyse des Körpers zeigt, dass es vor allem die Bewegungen der Hüfte sind, die das gesamte Muskel- und Skelettsystem aktivieren. Die Hüfte gilt als Kraft- und Vitalitätszentrum des Körpers. Permanente Bewegung des Beckenbereichs sorgt für eine gute Durchblutung und baut gleichzeitig die Rückenmuskulatur auf. Durch die unbemerkten, ständigen Bewegungen aller Rückenmuskeln und ihrer „Gegenspieler“ im Bauchbereich wird die Haltung, anders als beim statischen Sitzen, verbessert. Die Chancen schmerzfrei durch den beruflichen Alltag zu kommen, werden dadurch deutlich verbessert.


Die bewegliche Sitzfläche entlastet und ernährt die Bandscheiben.
Durch die permanente Bewegung des Beckenbereichs werden die Bandscheiben optimal „durchsaftet“ d.h. mit Nährstoffen versorgt.


Die bewegliche Sitzfläche erhält die geistige Gesundheit
Permanente Bewegung stimuliert das Sinnes- und Bewegungszentrum im Gehirn und erhöht die Konzentrationsfähigkeit und Leistungsbereitschaft. Bewegung ist das probateste Mittel zum Abbau von psychischem Stress. (der muss gleichsam durch Bewegung verbrannt werden) Optimierung der Atmung und Verbesserung des peripheren und zentralen Kreislaufsystems sowie die positive Beeinflussung der psychischen Situation können weitere erwünschte Nebeneffekte sein.



Broschüre zum Download

Broschüre Gesundes Sitzen


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